Texte alternatif

Baselbieter SongPoetry

ist ein gemeinsamer Abend der drei Liedermacher Max Mundwiler, dr Glood und markus heiniger. Zu hören sind feinste Arrangements für Gitarren, Klavier, Mundharmonika sowie charakteristische und erfahrene Singstimmen. Natürlich lebt das Programm ebenso von den Solonummern der drei Kleinkünstler.

Max Mundwiler
ist seit über 25 Jahren underwägs mit Gitarre, vielen Kurzauftritten und auch abendfüllenden Programmen wie «läbig», «underwägs» oder «Liechtfätze». Voller Schalk und Humor sind seine hintergründigen Lieder. Denn «läbig zmitts im Läbe stoh» will der Oberbaselbieter in seinen Chansons, und die Welt ab und zu wieder sehen «wien es Chind», auch oder gerade weil die jugendlichen «Franzle» des Geschäftsführers und Liedermachers nun definitiv weg sind. Ja, wenn wir zusammen mit Max Mundwiler in den Spiegel schauen, wird es heiter. Und wenn er über Äpfel im Bundeshaus singt oder über Hunde auch.

dr Glood
war einst rockender Bandleader und feierte frühe Auftritte auf dem Gurten und im Radio. Heute schreibt und interpretiert der Frenkendörfer Songs und «... lässt auf seinen Gitarren ein wahres Feuerwerk los …» (Programmheft Burgbachkeller Zug, 2008). Mit «Trouba-Tour de Bâle» (Aernschd Born, markus heiniger), Solo und im «Aerdbeebe» (mit markus heiniger) oder dem Familienprogramm «Zolliwätter» ebenfalls mit markus heiniger hat der Solist und Teamplayer sich in den letzten Jahren als SongPoet über das Baselbiet hinaus einen Namen gemacht. Neue Songs wie z.B. seine Rock-Hymne «Rose ooni Dorne» performt er neuerdings auch wieder mit Band.

markus heiniger
hat an einem Sonntag Nachmittag im bewegten Sommer 68 in Basel völlig ahnungslos das Licht der Welt erblickt. Heute feiert der Leimentaler mit seinen dichten, dynamischen und hintergründigen Liedern am Piano Erfolge vom Mainzer Unterhaus übers Basel- und Bernbiet bis hinauf ins Oberland. Er tritt ausser mit seinen Baselbieter und Basler Kollegen Mundwiler, Glood und Born auch mit dem Berner Chanson-Urgestein Fritz Widmer auf sowie mit seinen Deutschen und Oesterreichischen Kolleginnen und Kollegen aus Christof Stählins Mainzer Akademie für Poesie und Musik, SAGO. «Ein junger Konstantin Wecker» schrieb neulich die Programmzeitung der Berner «La Cappella».

«Drei Perlen des Mundartliedes auf einer Bühne» kommentierte die Presse die Premiere der Baselbieter SongPoetry im Gelterkindener Marabu im Frühling 08. Weiter war zu lesen: «Komisch, lustig, heiter, oft aber mit einem nachdenklichen Kern … eine explosive Mischung …»

 Volksstimme

Zürcher Tagesanzeiger vom 14.05.2007

«Adliswil - Dass Mundartlieder ein Stück Kulturgut sind, wird den Zuhörerinnen und Zuhörern, die an diesem Freitagabend in die «Kulturschachtle» gekommen sind, schon ab den ersten Minuten bewusst gemacht, Trouba Tour de Bâle, drei Songpoeten aus Basel, eröffnen das Programm vor über 100 Personen. Sie vermengen in einem virtuosen Zusammenspiel pointierte, temporeiche aber auch leise, nachdenkliche Texte mit einer stimmmig zu den Inhalten gewählten Klangkulisse … … Trouba-Tour de Bâle … zeichnet sich durch seinen ganz eigenen Stil aus. Ihre Stücke greifen harmonisch ineinander und sind von Echtheit und feinem Gespür fürs Detail geprägt .… … «Wir verstehen uns sowohl als Musiker als auch als Poeten, Musik und das Spielen mit der Sprache ist bei uns gleich stark gewichtet» sagt Markus Heiniger … … «Songs sind die Seele eines Landes und die Wurzel verschiedener Musikrichtungen», sagt dr Glood … … «Mundartlieder sind ein Teil der künstlerischen Identität der Schweiz», sagt Aernschd Born …»

Monika Brodbeck

Mit ohne Musik Literarisches Kabarett & SongPoetry

Er träumt den alten Traum vom Lift. Sie entsteigt ihm. "Pling"! Und schon haben wir die Bescherung: Sie versteht nichts. "Verstehen Sie?" Und er singt vom Weltuntergang. Das rührt von seinem poetischen Dauerrausch. Und ganz schön rauschen tut es dann auch im Wald. Dort gibt sie ihre Oper für DJ, Sopranistin und Schäferhund. Sein Hund ist der vom Jäger Hügi: "Kein böses Tier, wo Blut tut sugen. Wie's weiter ging? Müsst nummen lugen!"

Die Schauspielerin und literarische Kabarettistin Anette Herbst moderierte unlängst Musiksendungen auf DRS2. Der Bern-, Basel-, und Hochdeutsch sprechende und singende Pianist und Poet Markus Heiniger leitete eine Primarschule. Zwei Basler Kleinkünstler mit Migrationshintergund: Emmental und Europoa. Beide haben sie mit nachtwandlerischer Sicherheit alte Pfade verlassen und sich zielstrebig auf die Kleinkunstbühne verirrt. Dort begegnen sie sich nun. Das Premierepublikum im Theater Roxy in Birsfelden, BL war begeistert.

www.m-heiniger.ch / www.ah-effekte.ch

«… das Publikum infiziert … die Bühne zittert … hohe sprachliche Qualität von Musik begleitet, die sich nicht in den Vordergrund drängt, obwohl sie alleine den Raum füllen könnte …»

Berner Oberländer

Abschied

Wir haben Abschied genommen von Fritz Widmer 5.02.1938 - 28.04.2010

Er hat tapfer und geduldig gegen seine unheilbare Krankheit gekämpft.
Jetzt darf er aus der Geistigen Welt auf sein reich erfülltes Leben zurückblicken

Was ufhört, isch nid fertig,
s gseht mängisch zwar so uus,
es Läbe blybt es Läbe,
bis zletscht u drüberuus,
u ou we üsi Stimme
jetz nümm so heiter klinge:
Es chöme nöji nache,
wo nöji Lieder singe.

Di nöie Stimme; F. W. übersetzt nach Mikael

Liebes Publikum

Epizentrum in unserem «Aerdbeebe» ist ein ruhig pulsierender mittelalterlicher Totentanz. Das Stück heisst 1356, weil sich in diesem Jahr in Basel ein sehr schweres Erdbeben ereignet hat. Im Mittelteil dieser Nummer trifft uns dann auch ganz unverhofft der erste heftige Erdstoss.Darauf folgt die wohl etwas aberwitzige Story «Es bebbt dr boode, dr boode bebbt …», in der es rumpelt und pumpelt bis die Sprache selber ins Schlingern gerät. Aber Sie sitzen ja bestimmt auf sicheren und guten Stühlen.

Unser «Aerdbeebe» verstehen wir nicht nur als geologische Naturgewalt. Bei uns beben auch Musik, Kommunikation und Liebe. «Alles bebbt, alles bebbt, es git nüt, wo wiirgglig hebbt …». So verirrt sich einer von uns beiden z.B. am Telefon heillos im «Knöpfliland». Und wenn auch Sie dabei schelmisch kichern oder sogar laut lachen; wir sagen es Ihnen an dieser Stelle gerne einmal ganz ehrlich: das ist im Fall alles andere als lustig!

In unserem Lied «sicher guet» lassen wir beide schliesslich alle geologischen und menschlichen Beben miteinander verschmelzen. Eine Kollegin sagte uns einmal, bei diesem Song fühle sie sich enorm geborgen, geradezu umarmt. Ja, wir machen halt nicht nur Klamauk, wir singen auch richtige Chansons.

markus heiniger & dr Glood

«Was mir an euren Liedern (auch) gefällt: Sie haben eine Botschaft – was so altertümlich klingt, ist für mich das A und O; ich habs gerne, wenn ich von den Künstlern erfahre, was sie meinen – und hasse es andererseits, wenn ich moralisch im Stich gelassen werde!
Ich freue mich, weiterhin von euch zu hören.»

Fredy Heller, ehemaliger Leiter Theater im Teufelhof Basel

Liebe Zollifreunde Liebe Liederfans

Mit Zolliwätter haben die beiden Baselbieter SongPoeten markus heiniger & dr Glood (Claude Mesmer) einen dynamischen Mundart-Liederzyklus mit 13 Sons geschaffen. Einflüsse von Blues, Tango, Rock und Klassik prägen die Chansons. Die beiden Kollegen singen gemeinsam live am Piano (markus heiniger) und an der Gitarre (dr Glood). Die Lieder handeln vom Zolli, wie wir ihn alle kennen und lieben.

Bei den Texten ist markus heiniger den Pfaden seines ganz eigenen Wortwitzes gefolgt, der seine Lieder schon seit ein paar Jahren auf vielen Schweizer Kleinkunstbühnen so erfolgreich aufblühen lässt. Fein geschliffene Verse für alle, deren Herz Baseldeutsch schlägt und die den Dialekt lieben.

Die meisten Liedkompositionen stammen aus der Feder von Glood, dem ebenfalls etablierten Interpreten von Poppsongs und Autor eigener Lieder. Sein musikalischer Ansatz verträgt sich ausgesprochen gut mit markus heinigers Poesie. Die beiden Musiker ergänzen sich gegenseitig hervorragend. Die Arrangements und den musikalischen Feinschliff haben die Lieder dann auch in der bewährten Zusammenarbeit der beiden SongPoeten erhalten.

Mitten in unserer Stadt steht er, unser Zolli, als einmalige, grüne Oase. Und dass er nun auf so frische und eigenständige Art und Wies besungen wird, verdient unsere Aufmerksamkeit.

Dr. Yvonne Reisner